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Der HErr ist gut und sehr zu loben. Er ist eine Hilfe, die sich in der Not finden lässt. Die Zukunft scheint dunkel und ungewiss; aber der HERR wünscht nicht, dass wir uns von diesen Dingen beunruhigen lassen. Wenn Trübsal kommt, wird er uns Gnade schenken, sie zu ertragen. Was der HErr uns gewesen ist und was er für uns getan hat, sollte uns so dankbar machen, dass wir nie murren und klagen.
James White, Juli 1881 aus “Leben und Wirken” von E. G. White, S. 239
Jahschua (Jesus) hatte erklärt: “Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, der wir leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben.”
“Ist aber die Auferstehung der Toten nichts, so ist auch der Messias (Christus) nicht auferstanden. Ist aber der Messias (Christus) nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.”
“Hoffen wir allein in diesem Leben auf den Messias (Christum), so sind wir die elendesten unter allen Menschen. Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten, und der Erstling geworden unter denen, die da schlafen.”
“In dem Messias (Christo) (werden) alle lebendig gemacht werden.”
“Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle (Grab), wo ist dein Sieg?”
“GOTT aber sein Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unseren HErrn Jesum Christum. Darum, meine lieben Brüder, seid fest und unbeweglich und nehmet immer zu indem Werk des HErrn, sintemal ihr wisset, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem HErrn.” J. H. Evans

“Leben und Wirken” von E. G. White, S. 456-457
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Werden im Neuen Testament die Apokryphen zitiert? - Was sagt die Bibel dazu?
Die Frage, ob im Neuen Testament Apokryphen zitiert werden oder nicht, ist eigentlich eine Sache der Definition. Die in manchen Bibeln enthaltenen apokryphen Bücher Judit bis Gebet Manasses (in protestantischen Bibeln meist im Mittelteil zusammen- gefasst, in katholischen Bibeln im Alten Testament verstreut) werden jedenfalls nicht im Neuen Testament zitiert.
Der griechische Begriff “Apokryphen” bedeutet “verborgen”. Man nahm früher an, dass damit ursprünglich Bücher gemeint waren, die wegen ihrer ein wenig mystischen Natur nicht für die Öffentlichkeit, sondern nur für Eingeweihte bestimmt waren. Protestanten verstehen heute unter diesem Begriff Bücher aus der Zeit des Alten Testamentes, die in die Septuaginta (LXX, griechische Übersetzung des AT) aufgenommen worden waren, aber von den Juden Palästinas weder anerkannt, noch in den Kanon des Alten Testamentes aufgenommen wurden. Die römische und die orthodoxe katholische Kirche betrachten sie als kanonische Schriften. Ihre Zugehörigkeit zur Bibel ist also unter Christen umstritten.
Daneben gibt es die Pseudoepigraphen, d. h. Schriften, die berühmten Personen der Vergangenheit zugeschrieben wurden (Himmelfahrt Moses, Testament der zwölf Patriarchen, Elia-Apokalypse, Sybillinen, 1. und 2. Henoch, Aristeasbrief, 4. Esra, Esra-Apokalypse, Psalmen Salomos, die Geschichte Ahikars, das Buch von Adam und Eva oder 2. und 3. Baruch). Sie entstanden in der gleichen Zeit wie die Apokryphen, haben viele Ähnlichkeiten mit diesen und wurden weder in den hebräischen Kanon aufgenommen, noch von irgendeiner christlichen Kirche als kanonisch akzeptiert. Bei diesen Büchern geht es um die Frage, ob der angegebene Verfasser die Schrift tatsächlich verfasst hat. Manche dieser Bücher gehen auf alte mündliche Überlieferungen zurück, die schließlich niedergeschrieben wurden.
Zwei dieser Pseudoepigraphen werden möglicherweise im Neuen Testament zitiert: In Judas 9 wird von einer Begebenheit berichtet, die wir nicht in der Bibel finden. Clemens von Alexandrien und Origenes nahmen an, dass diese Aussage aus der pseudoepigraphischen Schrift “Die Himmelfahrt des Moses” stammt, dessen Fragmente in Qumran entdeckt wurden. Das Buch wurde offensichtlich im 1. Jh. n. Chr. von einem Pharisäer geschrieben, der seine Leser bewegen wollte, genau der Thora zu folgen und Gott zu gehorchen. Ob Judas tatsächlich diese Schrift zitiert hat, bleibt offen.
In Judas 14 zitiert der Verfasser das pseudoepigraphische Buch 1. Henoch (1,9), das Mitte des 1. Jh. n. Chr. weit verbreitet war und uns heute nur in seiner äthiopischen Version vorliegt (R. H. Charles, The Apocrypha and Pseudepigrapha of the Old Testament, Bd. 2, S. 189). Geschrieben wurde es von mehreren Pharisäern. Es beschäftigt sich besonders mit dem kommenden Königreich Gottes und dem zukünftigen Leben. Danach war der himmlische Herrscher seit der Erschaffung der Welt bei Gott verborgen. Er ist der “Gesalbte, der Messias, der Gerechte, der Auserwählte und der Menschensohn”, alles Titel, die das Neue Testament Jesus gibt. Wenn Jesus sich “Menschensohn” nannte, dann haben die Pharisäer also genau verstanden, was er damit meinte! Daneben wird aus “Asasel” erwähnt (vgl. 3. Mose 16,8). Er ist der Anführer der rebellischen Engel, von dem alle Ungerechtigkeit kommt, durch den die ganze Erde verdorben wurde, der zuerst in die Dunkelheit und am Tag des Gerichts ins Feuer geworfen wird. Zur Zeit Jesu kannten die Juden also die Bedeutung des in die Wüste geschickten Ziegenbocks am Großen Versöhnungstag und auch die Ereignisse, die in Offenbarung 20 näher geschildert werden.
Die Antwort - “Es gibt keine Zitate aus den Apokryphen im NT” - stimmt, wenn es nur um die von der katholischen Kirche als inspiriert angesehenen apokryphen Bücher geht. Sie stimmt nicht, wenn man die Pseudoepigraphen - wie die katholische Kirche - auch als Apokryphen sieht. Auf jeden Fall zitiert Judas im Neuen Testament geistliche jüdische Literatur seiner Zeit. Paulus baute ja auch Worte griechischer Philosophen in seine Predigten und Briefe ein (z. B. Apostelgeschichte 17,28 - Aratus von Assos, Kleanthos, 3. Jh. v. Chr.; 1. Korinther 15,33 - Meander von Athen, 4. Jh. v. Chr.; Titus 1,12 - Epimenides von Knossos, 600 v. Chr.). Durch den Heiligen Geist inspiriert hat Judas offensichtlich Aussagen ausgewählt, die der Wahrheit entsprachen. Ähnlich müssen auch wir uns von Gottes Geist leiten lassen, damit wir in der religiösen Literatur unserer Zeit Wahrheit vom Irrtum unterscheiden können.
von ‘Siegfried Wittwer’, Leiter des Bibelstudien-Instituts, aus dem Heft ‘Stimme der Hoffnung - Juli / August 2006’
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